Tessin mit Kleinkind

Tessin statt Kreta hiess es dieses Jahr für uns. Eigentlich war mit den Grosseltern eine Woche Kreta geplant. Ich wollte vor Baby Nr.2 gerne noch einmal ans Meer und einbisschen entspannen. Unser Flug wurde jedoch aufgrund von COVID-19 storniert, die Entspannung wegen wochenlangem Home Office mit Kleinkind war jedoch umso wichtiger. Also entschieden wir uns für eine Woche Tessin. Bei der Buchung haben wir darauf geachtet, dass man auch kurzfristig stornieren kann. Momentan weiss man schliesslich nie, wie schnell sich die Situation ändert. 

Da unsere Ferien sehr schön waren und wahrscheinlich viele Familien dieses Jahr ins Tessin fahren werden, möchte ich gerne ein paar Tipps weitergeben.  Kleinschreibhase war zum Reisezeitpunkt 2 Jahre alt und ich in der 29. Woche schwanger.

 

Unterkunft

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Wir übernachteten im Parkhotel Delta in Ascona. Es gab zwar einige Dinge, die man verbessern könnte (zum Beispiel mehr auf Nachhaltigkeit setzen), trotzdem würde ich das Hotel weiterempfehlen. Unser Zimmer war sehr gross und der grosse Park lud zum toben ein. Bei schlechtem Wetter hat es ein kleines Spielzimmer und auch draussen hat es Spielgeräte, welche von den vielen kleinen Besuchern heiss geliebt werden.

 

Essen

Wie erwartet haben wir im Tessin sehr gut gegessen. In den folgenden Restaurants wurden wir sehr herzlich empfangen und erhielten einen Tisch, der kindgerecht platziert war. Wenn Ihr Euch jetzt fragt: „Was heisst kindergerecht platziert?“, dann erkläre ich das gerne. Für mich heisst das, dass der Tisch so steht, dass das Kind auch aufstehen und zum Beispiel neben dem Tisch spielen kann.

 

Ristorante da Jean-Pierre, Parkhotel Delta, Ascona

Am ersten Abend haben wir im Restaurant des Hotels gegessen und aufgrund der Spielmöglichkeiten war dieses Znacht sehr angenehm. Da der Pool zwischen den Tischen und dem Spielplatz liegt, muss bei Kleinkindern allerdings auf jeden Fall immer eine Begleitung mit.

 

BLU Restaurant & Lounge, Locarno

Dieses Restaurant ist sehr gross und liegt im gleichen Gebäude wie das Lido in Locarno. Die Karte bietet sehr viel, unter anderem auch eine tolle Auswahl für Vegetarier und Veganer. Man hat Blick auf den See und wir wurden sehr herzlich begrüsst.

 

Grotto Al Ritrovo, Brione sopra Minusio

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Mein absolutes Highlight! Die Aussicht ist grandios, das Essen fantastisch und es ist alles sehr schön hergerichtet. Es hat zwar keinen kompletten Spielplatz, aber eigentlich reicht ja bereits ein kleiner Teil mit Rasen, auf welchem man rumspringen kann.

 

Ristorante Da Nani, Ascona

Dieses Restaurant ist vom Parkhotel Delta zu Fuss erreichbar, das war für uns ein Grund dort zu reservieren. Für mich wäre das Da Nani bei einem nächsten Besuch Pflicht. Die Teller waren wunderschön angerichtet und das Essen auch geschmacklich top. Der Innenhof ist liebevoll mit vielen Pflanzen dekoriert und hinten hat es einen Spielplatz für die Kinder.

 

Ristorante da Gina

Bei unserem Besuch war sehr viel los, wahrscheinlich mehr als erwartet. Das führte dazu das einige Dinge vergessen gingen. Trotzdem würde ich dieses Restaurant weiterempfehlen, da das Essen gut war und die Kinder etwas zum malen erhalten.

 

Unternehmen

Baden

Wenn wir Sandstrandfeeling wollten, machten wir uns auf ins Lido Ascona. Dieses ist zwar nicht ganz günstig, allerdings kann man dort Liegestühle mieten und das war mir aufgrund des zunehmenden Bauchumfangs wichtig. Die Anlage ist gross und auf jeden Fall einen Besuch wert. Wer lieber keinen Eintritt bezahlen möchte, der kann auch ins benachbarte Bagno Pubblico gehen, dort ist der Eintritt frei.

 

Schiffahrt

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Obwohl Kleinschreibhase schon viel gereist ist, war er noch nie auf einem Schiff. Es war also höchste Zeit dies zu ändern und deshalb entschieden wir uns für eine 45-minütige Rundfahrt Locarno-Magadino-Tenero-Locarno. Die Preise haben mich positiv überrascht, offenbar kostet diese Strecke gleich viel wie der Bus, mit Halbtax also 2.30 CHF.

 

Zügli

In Ascona und Locarno verkehren kleine Touristenzüge. Kleinschreibhase war darüber sehr entzückt und auch wir genossen den kühlenden Fahrtwind. 

 

Spielspazierweg Cardada

Wem es zu heiss ist, der kann sich in der Höhe einbisschen abkühlen. Mit der Gondel geht es hoch nach Cardada, bitte denkt daran eine Maske für die Gondel mitzunehmen. In der Hochsaison sollte man unten in Locarno parkieren, da es bei der Talstation der Gondel nur ganz wenige Parkplätze zur Verfügung hat. Oben geht es dann direkt los mit dem Spielspazierweg

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Kinderwagentauglich ist er nicht. Kleinschreibhase ist mit seinen 2 Jahren einen grossen Teil selbst gelaufen und teilweise wurde er im Tragerucksack getragen. Ich denke grössere Kinder können den ganzen Weg (1.2km) problemlos laufen. Man kann sich in den Restaurants verpflegen, die Aussicht vom Aussichtssteg geniessen oder auf dem Spielplatz toben.

 

 

Es gibt im Tessin natürlich noch viel mehr zu entdecken und ich weiss, dass dies sicherlich nicht unser letzter Besuch in der Sonnenstube der Schweiz war. Ich wünsche Euch schöne Sommerferien!

 

Dieser Beitrag enthält persönliche Empfehlungen. Der Beitrag ist nicht gesponsert und ich wurde für diese Reise nicht bezahlt.