Los Angeles mit Kleinkind

Die Reiselust packt uns immer wieder. Daran hat auch unser Sohn nichts geändert. Ich würde sogar sagen, dass wir durch ihn eine neue, entspanntere Art des Reisens entdeckt haben. Früher wollten wir möglichst alles sehen. Jede Nacht an einem anderen Ort verbringen, aus dem Koffer leben und viel Zeit im Auto verbringen, das gehörte irgendwie dazu. Klar, es war schön viel zu sehen. Es war aber auch anstrengend und teilweise oberflächlich.

Bei unserer ersten Reise mit Baby entschieden wir uns für eine Reise nach Florida. Es war viel entspannter als erwartet, weshalb wir uns auch bei der Westküstenreise vor allem auf uns als Familie konzentrierten. Mein Mann war vorher noch nie an der US-Westküste, es war also klar, dass wir Sightseeing machen werden. Allerdings durfte die Angewöhnung und Zeit zum entspannen nicht zu kurz kommen. Wie bereits bei den Reisen zuvor, haben wir die Amerikaner und das Land als sehr kinderfreundlich empfunden. Ich nehme Euch gerne auf unsere Reise mit:

 

Anreise

Wir sind mit der Swiss von Zürich nach Los Angeles geflogen. Der Flug war ein bisschen anstrengender als bei unseren ersten Reisen. Kleinschreibhase wollte unterhalten werden. 

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Mit den Fotos haben wir versucht Kleinschreibhase vom Sitzkicken abzuhalten. Hat leider nur mässig funktioniert. 

Er schaute drei Mal den Film „Boss Baby“ und danach waren wir das Unterhaltungsprogramm. Die Einreise in die USA war dank Kind einfacher als ohne. Abkürzungen wurden angeboten und auch das Gepäck hatten wir schnell beisammen. Sobald wir unseren Mietwagen abgeholt hatten, fuhren wir zu unserer Unterkunft in Venice Beach.

 

L.A. und Umgebung

Für uns war von Anfang an klar, dass wir die ersten Tage in L.A. verbringen wollten. Nach einem Langstreckenflug mit Kleinkind wollten wir uns nicht auch noch eine längere Autofahrt antun. Die Suche nach einer geeigneten Bleibe war nicht ganz einfach. Wir wollten in Gehdistanz zum Strand und zu Restaurants sein, ohne ein Vermögen zu bezahlen. Nach langer Suche fanden wir Kathys Studio nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Ein Privatparkplatz ist übrigens Pflicht, sonst wird das Auto bei der wöchentlichen Strassenreinigung unter Umständen abgeschleppt. Das Studio war klein, hatte aber alles was wir brauchten. Kathy und ihr Mann waren sehr nett und wir hatten den hinteren Teil des Gartens mehr oder weniger für uns.

Der Jetlag hatte uns fest im Griff. Kleinschreibhase war an unserem ersten Morgen um 4.00 Uhr hell wach. So kam es, dass wir bereits um 8.00 Uhr den Abbot Kinney Blvd. entlang schlenderten, eine trendige Strasse mit vielen Shops und Verpflegungsmöglichkeiten. Unser Ziel waren die Venice Canals, welche man aus vielen Filmen kennt. Früh morgens waren wir dort die einzigen Touristen und Kleinschreibhase konnte auf und ab rennen. 

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Venice Canals. 

Unser erstes Frühstück (also eigentlich das zweite, das erste Zmorge war um 5.00 Uhr) genossen wir im The Cow’s End Café. Dank den Tipps von Anyworkingmom wussten wir, dass es dort guten Kaffee gibt. In den folgenden Tagen haben wir auch einmal gegenüber vom The Cow’s End bei Simmzy’s zu Abend gegessen. Das ist auch empfehlenswert.

 

Auf dem Venice Beach Boardwalk gibt es auch für kleine Kids viel zu sehen. Wir Erwachsenen mussten uns zuerst an die vielen Obdachlosen gewöhnen. Auch wenn wir im Vorfeld davon gelesen haben, waren wir doch überrascht. Ganz Kalifornien hat viele Obdachlose, welche oftmals drogensüchtig sind und leider gewöhnten auch wir uns mit der Zeit daran. Wir fühlten uns jedoch, abgesehen von einer Strasse in San Franciso, immer sicher und Kleinschreibhase schaute den Menschen interessiert zu, unabhängig davon was die gerade machten. Ich möchte auch hervorheben, dass wir keinen einzigen schmutzigen Spielplatz angetroffen haben. Die wurden in der Früh gereinigt, zudem darf man sich ohne Kind nicht auf einem Spielplatz aufhalten und daran halten sich alle.

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Venice Beach Skatepark.

Der Skatepark am Venice Beach war für uns ein täglicher Fixpunkt. Kleinschreibhase war von den Sprüngen genau so fasziniert wie wir. Fast nebenan befindet sich auch ein Spielplatz, welchen wir mehrmals besuchten.


Aufgrund des Jetlags waren wir immer früh aus den Federn, frühstückten in unserem AirBnb und machten uns dann auf den Weg. Was wir gerne weiterempfehlen:  Ein langer Spaziergang am Boardwalk entlang bis nach Santa Monica auf den Farmers Market. Dieser Markt war wunderbar. Wir kauften Früchte und waren fasziniert, wie viele verschiedene lokale Früchte und Gemüse angeboten wurden.
Santa Monica hat auch eine Fussgängerzone mit vielen Shops. Ein Besuch auf dem Santa Monica Pier haben wir uns nicht nehmen lassen, dort war es uns dann aber zu touristisch und für Kleinschreibhase zu laut. 

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Am Strand entlang bis nach Santa Monica spazieren, das macht allen Spass. 


Da der Schreibhasenmann noch nie in L.A. war, absolvierten wir auch ein typisches Sightseeing Programm. Bevor sich der Schreibhasenmann nachmittags selbst davon überzeugen konnte, dass der Walk of Fame wirklich überbewertet ist, machten wir uns auf zum Griffith Observatory. Wir entschieden uns für einen Aufstieg zu Fuss. Auf Pinterest hatte ich vorgängig einen guten Wanderbeschrieb gefunden. Der Trail startet auf der anderen Strassenseite vom "The Trails Café". Am Besten gönnt man sich noch was feines im Café, lässt den Kleinen auf dem Spielpatz toben und macht sich dann auf den Weg. 

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Kleine Wanderung zum Griffith Observatory.

Der Weg ist steil und war an der Sonne auch im Oktober noch sehr heiss. Kleinschreibhase wollte anfangs laufen, liess sich dann aber bequem hochtragen. Oben angekommen, ist man wieder einer unter vielen Touristen, aber die Aussicht beim Observatory ist grandios. Man sieht die ganze Stadt und das Hollywood Schild.


Ich kann euch mit Kindern auch noch zwei weitere Ausflugsziele ans Herz legen:
Malibu:
Parkiert haben wir beim Malibu Country Mart. Wir kauften dort nicht ein. Es hat zwar viele Läden, aber ist teuer. Malibu ist eine wohlhabende Gegend und das merkt man überall. Der Spielplatz ganz hinten am Country Mart war für Kleinschreibhase ein riesen Hit.

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Besser geht nicht. 

In der Mitte des Country Marts hat es dann auch noch mal einen Spielplatz mit Schaukeln und Sitzgelegenheiten. Wir verbrachten dort einige Stunden und tranken entspannt unseren Kaffee. Zum Mittagessen kann ich euch Sun Life Organics empfehlen. Wir fanden die Smoothie Bowl dort richtig gut und hielten ein Schwätzchen mit Patrick Dempsey. Kein Witz, der Grey's Anatomy Star unterhielt sich tatsächlich mit uns über Kleinschreibhase, der gerade einen riesigen Kürbis stehlen wollte.

Total star struck machten wir dann einen Spaziergang zum Malibu Lagoon State Beach.Der Weg dorthin ist sehr schön und am Strand selbst kann man viele Surferbeobachten.

The Grove: Auch hierbei handelt es sich um ein Outdoor Einkaufszentrum, man muss aber nicht unbedingt shoppen. Es gibt viel anderes zu tun. Essen im Farmer's Market, ein bisschen mit dem Trolley fahren, dem Brunnen zu schauen oder einfach ein bisschen schlendern.

So, das wars auch schon vom ersten Teil. Im nächsten Teil erzähle ich Euch was wir nach L.A. alles entdeckten.

 

Dieser Beitrag enthält persönliche Empfehlungen. Der Beitrag ist nicht gesponsert und ich wurde für diese Reise nicht bezahlt. Falls Du noch nie bei AirBnB gebucht hast, kriegst Du über diesen Link einen Rabattcode für deine Übernachtungen bei AirBnB: Gutscheincode AirBnB